VE - EN VERKEHRSERZIEHUNG im ENNEPE - RUHR - KREIS

   

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Wahrnehmungstraining

 

 

Psychomotorische Entwicklungsförderung in Theorie und Praxis

(Jürgen Wruck, Michael-Ende-Schule, Hamm)

A.Psychomotorische Entwicklungsförderung als Grundlage für jedes Lernen - auch in der Verkehrserziehung

B.Zusammenstellung von Materialien zur Wahrnehmungsförderung

C.Stationen des Wahrnehmungsparcours

  C.Stationen des Wahrnehmungsparcours

wie oben als HTML mit Bild-Dokumentation

   
   
 

Entwicklungspsychologie (Wruk):

Kinder verhalten sich anders

 

 

Verkehrserziehung und Psychomotorik

Um sich in dem komplexen Gebilde „Verkehr“ zu Recht zu finden, müssen Kinder im Grundschulalter bestimmte physische und psychische Voraussetzungen erfüllen.

Nachfolgende Leistungsgrenzen machen deutlich, wie schwer es für Kinder im Alter bis 8 Jahren ist, sich im Straßenverkehr zu Recht zu finden:

 Begonnene Bewegungsläufe können nicht unterbrochen werden.

Eingeengtes Reaktionsverhalten – Sehen und Gehen kann nicht richtungsmäßig getrennt werden.

Geringere Körpergröße führt zu verlangsamter Straßenüberquerung und erschwert diese an unübersichtlichen Stellen.

Ein kleineres Gesichtsfeld ist die Ursache für das Übersehen peripherer Reize.

Herabgesetztes Wahrnehmungstempo, da die Integration von Gesehenem in schon bereits erfahrene Handlungsschemata länger dauert.

Entfernungen und Geschwindigkeiten können noch nicht richtig ab- und eingeschätzt werden.

Eine hohe Ablenkbarkeit durch Reize mit großem Aufforderungscharakter führt zur Vernachlässigung von für verkehrsgerechtes Verhalten relevanten Aspekten.

Die Richtung, aus der ein Geräusch kommt, kann noch nicht bestimmt werden.

Emotionale Belastungssituationen verringern die Konzentration und schränken die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr ein.

Eine rein subjektive Sichtweise verhindert, dass zwischen Sehen und Gesehenwerden unterschieden wird.

Vorausschauendes Denken (Antizipationsfähigkeit) ist wegen der Ich-Zentriertheit nicht möglich.

Konzentration ist nur auf eine Sache möglich. Aufmerksamkeitsteilung auf mehrere Reize gelingt nicht.

Deshalb reicht nicht das Lernen von Regeln und Zeichen im Straßenverkehr, sondern bedarf es der Bewegungserziehung nach psychomotorischen Kriterien. Die Verkehrstüchtigkeit des Kindes ist nur dann zu erzielen, wenn regelmäßig mit den Kindern geübt und kontinuierlich ihre Selbstständigkeit gefördert wird.

Zu erwähnen sind auch: Die Förderung der Sinne (Hören, Sehen, Riechen), Wahrnehmung von Raum-Lage-Beziehung sowie Zeit, Reaktion von Signale, Bewegung auf unterschiedlichem Untergrund, Antizipation von Bewegung, Halten von Körperspannung, Balancefähigkeit und Wahrnehmung des Partners

Prakt. Übungen und Vorschläge:

Könemann, Werner, Vom Durcheinanderlaufen zum Miteinanderfahren, GUVV Münster, Heft 5

Mertens Krista, Wasmund-Bodenstedt Ute: 10 Minuten Bewegung, Verlag modernes lernen, Dortmund 1987

Kunz Torsten, Dr.: Bewegungserziehung (Grundschule); in: pluspunkte 4/ 93

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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