Welche Ziele
verfolgen die Schulwegpläne?
1. Für
Eltern:
Sie
sollen die richtige Wahl des geeigneten Schulweges treffen,
Ihre
Eigenverantwortung soll gestärkt werden
Sie
sollen den Schulweg mit ihren Kindern einüben
2. Für
Behörden:
Der
Schulwegplan ist die Grundlage für weitergehende Maßnahmen der
Schulwegsicherung (zum Beispiel bauliche Maßnahmen, Verkehrsführung
usw.)
3. Für
Schule:
Der
Schulverkehrsplan ist die Grundlage für situationsbezogenen
Verkehrsunterricht (z.B. Unterrichtsgänge, Verkehrsbeobachtungen etc.).
Er ist
die Grundlage für richtiges Verhalten vor Ort.
Was gehört in den
Schulwegplan hinein (Inhalt)?
eine
Übersichtliche Skizze zum Schulbezirk
ein
leicht verständlicher erläuternder Text
er
sollte gegebenenfalls Radfahrverkehr der Schüler berücksichtigen
Illustrationen oder Fotos
möglichst
eine mündliche Erläuterungen zum Einschulungsabend
Die
Veröffentlichung kann erfolgen als Vortrag / Plan / Broschüre / Aushang
/ Darstellung im Internet
Folgende
Einzelheiten werden in Schulwegplänen dargestellt:
Straßen, die für den Schulweg am günstigsten sind und auf denen
bestimmte Empfehlungen beachtet werden sollen.
Straßenseiten,
auf denen Schulkinder aus Gründen der Sicherheit gehen sollten.
Überwege
für Fußgänger, die bevorzugt zum Überschreiten der Fahrbahn benutzt
werden sollten.
Gefährliche
Straßenabschnitte oder kritische Stellen, an denen die Fahrbahn
nicht überquert bzw. die von den Kindern überhaupt gemieden
werden sollten.
Verhaltenshinweise an Stellen, die erst in absehbarer Zeit durch
bauliche oder verkehrsregelnde Maßnahmen gesichert werden können.
Erstellung von
Schulwegplänen
Die Entstehung erfolgt in der Regel in drei Phasen:
1. Phase: Schulweg planen
2. Phase: Schulwegplan ausarbeiten
3. Phase: sich mit Schulwegplan vertraut machen
Bei der Erstellung der Pläne sollten alle Beteiligten
zusammenwirken. Dies kann unterschiedlich organisiert werden, zum
Beispiel am Runden Tisch oder im Umlaufverfahren. Beteiligte sind:
Eltern/Elternvertretung
Stadt-
/Gemeindeverwaltung
Schule
Straßenverkehrsbehörde
Polizeibehörde
eventuell
andere Organisationen (z.B. Verkehrswacht)
eventuell
Medien (z.B. örtliche Medien, Zeitung)
Wie werden
Schulwegpläne aufgestellt?
1. Zunächst wird „Ist-Zustandes"
ermittelt, so entsteht ein „Schulweggrundplan“
Der Schulweggrundplan umfasst wesentliche Einzelheiten:
die
Grenzen des Einzugsbereiches
das
Straßen- und Gehwegnetz
die
Verkehrsführung, wie Einbahnstraßen oder besondere Abbiegespuren
die
Verkehrsregelung durch Lichtzeichenanlagen und bevorrechtigte
Straßenzüge
die
besonderen Überquerungsstellen im Straßenverlauf, wie Fußgängerüberwege
und -furten mit den dort angebrachten Absperrungen
durch
Elternlotsen gesicherte Überwege
Bushaltestellen, die für Fahrten zur oder von der Schule wichtig sind
die
Stellen, die von Kindern auf dem Schulweg gern aufgesucht werden,
wie Spielplätze, Geschäfte, interessante Gebäude
Merkmale über das Verkehrsverhalten der Kinder auf dem Schulweg, wie
gefährliches Überschreiten an bestimmten Stellen
Stellen
im Straßennetz mit wesentlichen Fußgängerunfällen
2. Mit der
Festlegung des „Soll-Zustandes“ entsteht der eigentliche
Schulwegplan
So wird ein vorbildlicher Schulwegplan gezeichnet:
in der
Karte des Stadtteilgebietes - im günstigsten Format DIN A 4 - wird das
Straßennetz entsprechend seiner Bedeutung in unterschiedlicher
Strichstärke hervorgehoben,
die
Hauptverkehrsstraßen werden optisch betont.
andere
wesentliche Straßen werden herausgehoben.
Zur
Orientierung neben den Straßennamen helfen weiterhin bekannte
Örtlichkeiten, wie Kirche, Gewässer, Brücken, Bahnhöfe und Parks
die
empfohlenen Wege werden markiert;
führen
zur oder von der Schule unterschiedliche Wege, kennzeichnen Pfeile die
Wegrichtung
durch
Symbole werden gesicherte Stellen zum Überqueren der Straßen dargestellt
(Fußgängerfurten, Standort von Lotsen etc.)
Kreuze
im Plan warnen vor dem Überqueren der Fahrbahn
Straßen, die ganz gemieden werden sollen, sind besonders hervorzuheben
Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, soweit sie für Schüler wichtig
sind, werden auf der richtigen Straßenseite eingezeichnet und dem
Verlauf des Schulweges zugeordnet
Dem Schulwegplan sollte ein Begleitschreiben des
Schulträgers oder der Schule beiliegen (oder auf der Rückseite
aufgedruckt sein).
Das Begleitschreiben informiert:
über
den Sinn des Schulwegplanes
über
wichtige Verkehrsregeln, die Schulkinder auf dem Schulweg beachten
müssen
über
besonders kritische Straßensituationen auf dem Schulweg
über
die Notwendigkeit, mit Kindern richtiges Verkehrsverhalten zu trainieren
(mit Hilfe des Schulwegplanes)
über
die Bedeutung, selbst Vorbild für alle Kinder im Straßenverkehr zu sein.
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