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Lehrplan Sachunterricht
  Stand 2008

Lehrplan Sachunterricht Grundschule, Auszug für die Verkehrserziehung, HIER als

NEU :  Wichtige Neuerung für die Grundschulen

Die Lehrplanentwürfe von 2003 sind überarbeitet worden. Die Struktur ist einheitlicher und übersichtlicher geworden.

Aus den „verbindlichen Anforderungen“ sind "Kompetenzen" geworden. Diese Kompetenzerwartungen orientieren sich an einem sehr hohen Niveau.

So sind jetzt im Lehrplan Sachunterricht im Bereich Raum, Umwelt und Mobilität mit dem Schwerpunkt Verkehrsräume und Verkehrsmittel u.a. die Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 4:

Die Schülerinnen und Schüler:

beherrschen das Fahrrad motorisch sicher, nehmen an der Radfahrausbildung teil und verhalten sich verkehrsgerecht.

Bisher war die Schule nicht verantwortlich dafür, den Kindern das Fahrrad fahren beizubringen. Jetzt ist sie verantwortlich dafür.

 

 

Aufgaben und Ziele

1.1 Der Beitrag des Faches Sachunterricht zum Bildungs- und

       Erziehungsauftrag

Aufgabe des Sachunterrichts in der Grundschule ist es, die Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung von Kompetenzen zu unterstützen, die sie benötigen, um sich in ihrer Lebenswelt zurechtzufinden, sie zu erschließen, sie zu verstehen und sie verantwortungsbewusst mit zu gestalten.

In einer Gesellschaft, die in Beruf und Arbeitswelt, im privaten und öffentlichen Bereich, in Medien und Ökologie durch zunehmende Technisierung und Industrialisierung geprägt ist, ist die intensive Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen und technischen Inhalten und Arbeitsweisen sowie mit Grundsätzen einer am Prinzip der Nachhaltigkeit orientierten Lebensführung unverzichtbar.

Durch sachunterrichtliche Fragestellungen und durch die Erarbeitung in Zusammenhängen fördert der Unterricht bei den Schülerinnen und Schülern

die Achtung vor der Würde des Menschen,

den verantwortungsvollen Umgang mit der natürlichen und gestalteten Lebenswelt und ihren Ressourcen,

die Solidarität mit und in der sozialen Gemeinschaft,

eine kritisch-konstruktive Haltung zu Naturwissenschaft und Technik,

das Bewusstsein für die Bedeutung von Kultur und Geschichte und für die damit verbundenen Werte und sozialen Orientierungen.

Der Sachunterricht leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung und befähigt damit zur Übernahme von Verantwortung und zur aktiven Teilnahme an der Gestaltung der Lebenswirklichkeit. 

In der Auseinandersetzung mit zentralen Bereichen der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler werden im Sachunterricht darüber hinaus tragfähige Grundlagen für weiterführendes Lernen geschaffen.

Die Unterrichtsinhalte und Verfahren des Sachunterrichts orientieren sich an unterschiedlichen Bezugsdisziplinen und berücksichtigen diese in elementarer Form.  

2.3 Raum, Umwelt und Mobilität 

Der Bereich Raum und Umwelt umfasst drei Schwerpunkte. Es geht um die Orientierung und Mobilität im eigenen Nahraum, um elementare geografische Orientierungsmuster in Nah- und Fernräumen und um den Schutz von Räumen und Umwelt. 

Um Räume erfahren und nutzen zu können, ist ein an Regeln orientiertes und rücksichtsvolles Verhalten notwendig. Die Kinder entwickeln in der Erkundung und Nutzung ihres direkten Umfeldes Fähigkeiten und Fertigkeiten, sich als Verkehrsteilnehmer sicher, regelgerecht und umweltschonend zu bewegen, wie z. B. durch die Nutzung von Verkehrsmitteln zur Erweiterung der eigenen Mobilität. 

Durch Medien, Urlaubsreisen und Migration haben Nah- und Fernräume für viele Kinder neue Bedeutung erhalten. Bei der Entwicklung elementarer geografischer Orientierungsmuster in Nah- und Fernräumen helfen Karten und Skizzen aus dem Nahbereich ebenso wie Klima- und Wetterkarten, Satellitenbilder etc., die auch länderübergreifend elementare geografische Strukturen (z. B. Landschafts- und Vegetationsformen) aufzeigen. 

Im Vergleich von geografischen und sozialen Lebensräumen werden dabei auch Problemstellungen erkennbar (z. B. Zersiedlung durch Wohngebiete, Versiegelung von Naturflächen), die für Fragen des Umweltschutzes und der Wohn- und Umfeldgestaltung von Bedeutung sind. Im Sinne der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung steht dabei der Gedanke im Mittelpunkt, dass wir Verantwortung für das Leben und Überleben nachfolgender Generationen sowie von Menschen in anderen Teilen der Welt übernehmen. Informationen und Berichte in Medien über ökologische Veränderungen werden in die eigenen Überlegungen mit einbezogen.  

Schwerpunkte sind:

Schule und Umgebung, Wohnort und Welt

Schulweg und Verkehrssicherheit, Verkehrsräume, Verkehrsmittel

Umweltschutz und Nachhaltigkeit

3.3 Kompetenzerwartungen  

Bereich:                  Raum, Umwelt und Mobilität

Schwerpunkt:          Schule und Umgebung

Kompetenzerwartungen am Ende der Schuleingangsphase

Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 4

 Die Schülerinnen und Schüler 

·        erkunden Schulwege und Schulumgebung sowie wichtige Einrichtungen im Wohnort, orientieren sich mit Hilfen (z. B. Wege- bzw. Lageskizzen, wichtige Punkte, Hinweisschilder) und beachten sie

Die Schülerinnen und Schüler

·         nutzen Karten und Hilfsmittel als Orientierungshilfen (z. B. Stadtpläne, Landkarten, Kompass, Sonnenstand) 

·         erkunden und beschreiben    Strukturen des eigenen Lebensraumes, der Region (z. B. ländliche Gebiete, Landwirtschaft, Städte, Industriegebiete, Erholungsräume)

  

Bereich:                  Raum, Umwelt und Mobilität

Schwerpunkt:          Wohnort und Welt

Kompetenzerwartungen am Ende der Schuleingangsphase

Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 4

 Die Schülerinnen und Schüler

·         zeichnen und beschreiben ihren Schulweg mit markanten Punkten

 Die Schülerinnen und Schüler

·         vergleichen, beschreiben und dokumentieren naturgegebene und gestaltete Merkmale (z. B. Gewässer, Oberfläche, Flora, Fauna; Siedlungen, Verkehrswege, Industrie) 

·         untersuchen, beschreiben und vergleichen Veränderungen in geografischen Räumen (z. B. NRW, Deutschland, Europa, Welt)

  

Bereich:                  Raum, Umwelt und Mobilität

Schwerpunkt:         Schulweg und Verkehrssicherheit

Kompetenzerwartungen am Ende der Schuleingangsphase

Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 4

Die Schülerinnen und Schüler 

·         beobachten und dokumentieren Verkehrssituationen aus dem Schulbezirk

·         dokumentieren Verkehrszeichen, vergleichen sie, erklären ihre Bedeutung und beachten sie

Die Schülerinnen und Schüler 

·         wenden Verkehrsregeln sicher an, verhalten sich in Verkehrssituationen normgerecht 

·         beschreiben, reflektieren und diskutieren die Verhaltensweisen von Verkehrsteilnehmenden in Bezug auf verkehrsgerechte sowie umweltfreundliche Aspekte

  

Bereich:                  Raum, Umwelt und Mobilität

Schwerpunkt:         Verkehrsräume und Verkehrsmittel

Kompetenzerwartungen am Ende der Schuleingangsphase

Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 4

Die Schülerinnen und Schüler 

·         erklären optische und akustische Zeichen und geltende Verkehrsregeln und wenden diese als Fußgänger im Straßenverkehr an ( z. B. Verkehrszeichen, Ampel, Warnsignale)

·         untersuchen, reflektieren und beschreiben Merkmale sicherheitsorientierter Kleidung

·         fahren einen Parcours im Schonraum (z.B. mit Roller und Fahrrad auf dem Schulhof)

Die Schülerinnen und Schüler 

·         nutzen Fahrpläne des ÖPNV um sich im Verkehrsnetz des Wohnortes bzw. des Stadtteils zu orientieren

·         nutzen für schulische Veranstaltungen öffentliche Verkehrsmittel

·         beherrschen das Fahrrad motorisch sicher und verhalten sich in der Schulumgebung verkehrsgerecht

·         nehmen an der Radfahrausbildung teil und verhalten sich mit dem Fahrrad (z. B. in der Schulumgebung) verkehrsgerecht